Giftige Inhaltsstoffe im Sonnenschutzmittel

Achten Sie auf giftige Inhaltsstoffe im Sonnenschutzmittel

Die Mehrzahl der Sonnenschutzmittel ist giftig, warnen Umweltschutzgruppen. »Achten Sie darauf, ob das Sonnenschutzmittel Oxybenzone enthält«, erklärte Jane Houlihan von der Umweltschutzorganisation Environmental Working Group (EWG). Forschungen deuten darauf hin, dass Oxybenzone wahrscheinlich krebserregend wirken und zugleich über die Haut in den Körper aufgenommen werden.

Auch bei Sonnenschutzmitteln in Sprayform oder als Puder gibt es Bedenken. »Wenn Sie ein Sonnenschutzmittel als Spray auftragen oder in Puderform anwenden, können Sie dabei kleinste Partikel einatmen, und das birgt möglicherweise Risiken«, fuhr Houlihan fort. Auch wenn man beim Auftragen den Atem anhalten könnte, sei es sicherer, auf diese Anwendungsformen ganz zu verzichten.

Ein Siegel der Stiftung Hautkrebs (SCF) bedeute nicht, dass ein Sonnenschutzmittel unbedenklich sei, heißt es bei der EWG, da die Stiftung jedes Sonnenschutzmittel mit einem Siegel versehen, dessen Lichtschutzfaktor höher als 15 liegt, oder deren Hersteller 10.000 Dollar spendet.

EWG empfiehlt die Anwendung von Sonnenschutzmitteln, die Titandioxid oder Zinkoxid enthalten, von denen man annimmt, dass sie unbedenklicher als neuere Chemikalien sind. Allerdings warnt die Umweltschutzorganisation »Freunde der Erde« (FotE), die Mehrheit der Sonnenschutzmittel enthalte Nanopartikel – kleinste Teilchen, die 100.000 Mal kleiner als die Dicke eines Haares sind. Partikel dieser Größe verhalten sich grundsätzlich anders als in ihrer normalen Vorkommensweise auf Makroebene, sodass unbedenkliche Metalle im Nanobereich bedenkliche Folgen haben können.

Die Ergebnisse legen nahe, dass Sonnenschutzmittel mit Nanopartikeln tatsächlich gefährlich sind. Die Organisation »Freunde der Erde« verweist in diesem Zusammenhang auf Untersuchungen, nach denen Zinkoxide Dickdarm- und Stammhirnzellen töten und durch die Haut in das Körperinnere eindringen können, sodass man sie dann im Blut und Urin nachweisen kann. Die Umweltschutzorganisation führt auch andere Studien an, die Titandioxid im Nanobereich mit genetischen Veränderungen, der Alzheimer-Erkrankung, Autismus und Epilepsie in Zusammenhang bringen. Es wurde sogar schon beobachtet, dass Nanopartikel die Plazentaschranke bei trächtigen Säugetieren durchdringen können. »Diese Nanopartikel werden ohne angemessene Kennzeichnung oder verlässliche Informationen zu ihrer Unbedenklichkeit zugesetzt, sodass die Öffentlichkeit keine Möglichkeit hat, eine informierte Kaufentscheidung zu treffen«, erklärte Ian Illuminato von »Freunde der Erde«.

David Gutierrez

Quelle: Kopp Verlag

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