Galvanotherapie für die Behandlung

   30. November 2015

MR-gestützte Galvanotherapie für die Behandlung des lokalisierten Prostatakarzioms: Ergebnisse einer Phase-III Studie

  • 1Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Frankfurt/Main
  • 2Regensburg
  • Kongressbeitrag
Ziele:
Evaluation der MR-gestützten Galvanotherapie (MR-GG) (elektro-chemische Therapy (ECT)) für die Behandlung des Prostatakarzinoms in einer Phase-III Studie. Methode: Im Rahmen der prospektiven Studie wurden bislang 44 Patienten mit histologisch nachgewiesenem Prostatakarzinom mittles MR-gestützter Galvanotherapie behandelt. Unter MR-Kontrolle wurden 2 Elektroden mittels transglutealem Zugang unter Lokalanästhesie in die Peripherie des rechten und linken Prostatalappens platziert. Die Behandlung erfolgte 3 Mal im Abstand von jeweils 7 Tagen zwischen den Sitzungen. Pro Sitzung wurden insgesamt ca. 350 Coulomb in die Prostata appliziert. Das Follow-up erfolgte mittels Laborwerten (PSA) und endorektaler MR-Tomographie im Abstand von 3, 6 und 12 Monaten. Ergebnis: Alle Patienten vertrugen die MR-gestützte Galvanotherapie ohne schwerere Nebenwirkungen oder Komplikationen. Bei 12 von 44 Patienten wurden kurzfristige Miktionsprobleme festgestellt. Die Kontrolluntersuchungen mittels MRT nach 12 Monaten ergab bei 24 Patienten (72.7%) “stable disease“ mit konstanter Läsionsgröße. Bei 5 Patienten (15.2%) zeigte sich eine Homogenisierung der Prostataloge MRI, bei zwei Patienten (6%) zeigte sich eine Größenreduktion um 30% und in zwei Fällen (6%) zeigte sich eine Größenzunahme um 20% bzw. 30%. DieDie PSA-Werte in der Kontrolluntersuchung nach 12 Monaten ergaben eine signifikante Reduktion von 60,8% von 13,5 ng/ml auf 5.30 ng/ml. Schlussfolgerung: Die MR-gestützte Galvanotherapie im Rahmen der prospektiven Studie führt zu einer lokalen Kontrolle des Prostatakarzinoms mit gleichzeitiger Reduktion der PSA-Werte.

Korrespondierender Autor: Vogl TJ

Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt/Main

E-Mail: T.Vogl@em.uni-frankfurt.de

Quelle: https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-2006-940636

 

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