Gehirnforschung: 80% der Menschen können besorgniserregende Meldungen überhaupt nicht verarbeiten

   27. Mai 2012

Gehirnforscher nennen es  „unrealistischen Optimismus“, was im Endeffekt nichts weiter bedeutet, als dass bei der Mehrheit der Bevölkerung essentielle Teile des Gehirns einfach herunterfahren, wenn sie mit der Wahrheit konfrontiert werden.

Die Leiterin einer jüngst durchgeführten Studie, mit der dieser Sachverhalt nun durch Messungen der Gehirnaktivität belegt werden konnte, macht dieses zuvor umstrittene Phänomen sogar für den Ausbruch der Finanzkrise im Jahre 2008 verantwortlich

Wenn Sie Ihre Mitmenschen wieder einmal auf reale und besorgniserregende Sachverhalte aufmerksam machen wollen, während diese sich nicht darum zu scheren scheinen, das von Ihnen Gesagte als Schwarzmalerei beiseite wischen und sich stattdessen „unterhaltsameren“ Dingen zuwenden – Seien Sie beruhigt, das hat nichts mit Ihnen zu tun!

Die Mehrheit der Bevölkerung lebt laut jüngster Erkenntnisse der Gehirnforschung in einer Fantasiewelt, die auch als „unrealistischer Optimismus“ bezeichnet wird. Kurzum: Der Stirnlappen (präfrontaler Cortex) wird einfach heruntergefahren, wenn Meldungen herein flattern, die sich nicht mit ihrer Wohlfühlwelt vereinbaren lassen.

Forscher in London haben diese Tatsache – die bis vor Kurzem noch heftig umstritten war und mit Verweis auf statistische Fehler beiseite gewischt (!) wurde – nun durch Messungen der Gehirnaktivität und detaillierte Überprüfungen belegen können. Die Leiterin der Untersuchung, Dr. Tali Sharot, sagte zu den Ergebnissen:

Unsere Untersuchung legt nahe, dass wir uns die Informationen gezielt aussuchen, die wir hören wollen. Umso optimistischer wir sind, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass negative Informationen über die Zukunft Einfluss auf uns haben. Für die geistige Gesundheit kann dies Vorteile mit sich bringen, aber es gibt ganz offenkundige Nachteile. Viele Experten sind der Meinung, dass die Finanzkrise des Jahres 2008 durch Analysten herbeigeführt wurde, welche die Kursentwicklung ihrer Vermögenswerte selbst angesichts eindeutiger gegenteiliger Beweise überschätzten.

Bei der Untersuchung dieses den Lesern alternativer Medien hinlänglich bekannten und in ihrem Lebensumfeld eingehend studierten Phänomens kamen die Forscher zu dem Schluss, dass 80% aller Menschen Optimisten sind, ohne davon zwangsläufig auch nur die leiseste Ahnung haben zu müssen.

Gegen Optimismus als solches ist ja nichts einzuwenden, doch wenn man zu dem Optimismus gelangt, ohne das zuvor alle relevanten und zugänglichen Tatsachen im Gehirn verarbeitet werden, dann ist das in der Tat recht bedenklich. Der Theologe Frank Ochmann kommentierte die mit den Forschungsergebnissen einhergehenden Implikationen am Beispiel der Finanzkrise mit den Worten:

Die Lehman Brothers oder die Anleger von Bernard Madoff und Konsorten können wir gleich noch dazunehmen. Wenn es meist die Gier war, die den Verursachern der Finanzkrise 2008 nachträglich – und sicher zu Recht – zur Last gelegt wurde, so kommt ein weiterer Aspekt dazu: überzogener Optimismus … Denn was die Gier als erstrebenswert vorgaukelte, das hat der Optimismus in erreichbare Nähe geschoben. Dass darunter der Abgrund lauerte, wurde schlicht übersehen. Nur gut, dass in der jetzigen Krise alles ganz anders ist. Bestimmt. Wir müssen es nur glauben.

Dass Ochmann das Ausbrechen der Finanzkrise der „Gier“ zuschreibt, entbehrt zwar nicht dem kollektivistischen Wohlfühldenken eines politisch korrekten, in einer globalistischen Diktatur eingebetteten Menschen, greift aber zu kurz.

Vielmehr ist der Ausbruch der Finanzkrise den korrupten westlichen Politikern – die ihren „optimistischen“ Sklavenschafen vorgaukeln, sie hätten als „mündige Bürger“ ein Mitspracherecht – sowie dem nicht minder skrupellosen internationalen Zentralbankwesen anzulasten, die von oben nach unten systematisch alle Schutzwälle vor dem korporativistischen Faschismus und dem globalen Derivate-Casino eingerissen haben.

Während wohlmeinende Zeitgenossen die Politiker mit dem Argument, bei ihnen würde es sich um korrupte, machtbesessene und gierige Vollidioten handeln, noch glaubhaft in Schutz nehmen könnten, muss zumindest dem internationalen Zentralbankwesen, ihren Privateignern und anderen illuministischen Monetaristen Vorsatz unterstellt werden – doch wäre es unrealistisch optimistisch anzunehmen, dass die für die Wahrnehmung derartiger Sachverhalte essentiellen Gehirnregionen der Redakteure der Massenmedien nicht umgehend auf Durchzug schalten würden.

Quelle: http://www.propagandafront.de/187070/gehirnforschung-80-der-menschen-konnen-besorgniserregende-meldungen-uberhaupt-nicht-verarbeiten.html

Weitere Informationen gibts unter:

http://www.stern.de/wissen/mensch/kopfwelten-zur-eurokrise-hoffnungsvoll-dem-abgrund-entgegen-1737835.html
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/der-mensch-ist-grundlos-optimistisch-er-laesst-sich-auch/4738454.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstwertdienliche_Verzerrung

16 thoughts on “Gehirnforschung: 80% der Menschen können besorgniserregende Meldungen überhaupt nicht verarbeiten

  1. Nada

    Was problematisch dazu kommt ist, dass schlechte Nachrichten in der modernen Zeit so unfassbar komplex verpackt sind, dass man von selbst kaum dahintersteigen kann. Es ist zu schwierig geworden sich die Realität überhaupt begreifbar zu machen.

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    1. Katharina

      Also wenn man intuitiv vorgeht kommt man ganz gut mit der Flut der verzerrten Medienmeldung zurecht, da es eine Bewertung gibt, die ergibt immer wieder das gleiche klare Bild und erspart Überraschung (oder man hat sie um eingies früher & Zeit, diese zu verarbeiten) Und Optimismus muss sich man auch nicht sparen, es gibt auch noch psychologische Resilienz Das einzige was zählt unterm Strich ist die Tatkraft und feinfühligkeit, dabei unter den anderen auf zu klären

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  2. CHRISTIan LIEBErherr

    Nur Der, der tief im Selbstvertauen verwurzelt ist, kann den Durchblick entwickeln, ansonsten dreht er durch.
    Desshalb ist diese beschriebene Schutzfunktion im Bewusst-Sein.
    Je tiefer das Bewusste URvertrauen, je tiefer das Gottvertrauen, das unabhängig von jeglicher Glaubensprägung ist.

    Der, der *durch tägliche Innenschau Ausgeglichen ist*, ist schLichte Autorität,
    (brauch desshalb keine äusserliche Kompensationen)

    Besonders Jetzt ist die Zeit, wo alles „offen-sicht-Licht“ ist … oder für Viele sein könnte 😉

    CHRISTIanALLE

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  3. Jörg Karkosch

    ja, das Phänomen kenne ich. Und es stimmt, was Nada sagt: ohne eine Unmenge (sehr unangenehmer) Informationen zu suchen, zu finden und zu verarbeiten, ist es unmöglich, sich ein halbwegs realistisches Bild zu machen … und die üblichen Propaganda-Halbwahrheiten / -verzerrungen als solche zu erkennen.
    Unter wirklich jedem Stein findet man unfaßbare Dinge. Aber das ist eigentlich auch logisch – nach Keynes:
    „Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen.“
    Klar, es sind einfach nur richtig miese Typen an den Schalthebeln einer Parallelstruktur zu dem, was wir wahrnehmen. Wenn die für uns was Gutes tun, dann rein zufällig oder es ist nur ein Täuschmanöver aus Berechnung.
    Man kann das nicht alles wissen und verarbeiten wollen. Es ist viel zuviel und zu heftig. Eigentlich müßte jeder informierte und so „aufgewachte“ Mensch deshalb ein Posttraumatisches Stress-Syndrom haben oder in Dissoziation verfallen. Sehen wir die Menschheit einfach so, wie sie ist.

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  4. Pingback: wake_up | Pearltrees

  5. Nora Loos

    Da die Realität ohnehin subjektiv wahrgenommen wird, ist es plausibel, dass die einen nur „Krieg, Terror und sonstige Hiobsbotschaften“ als Nachrichten aufnehmen und andere wiederum mehr die erfreulichen Erreignisse. Alles geschieht ja zur gleichen Zeit und somit hat jeder die Wahl sich auf die helle oder dunkle Seite der „Realität“ zu konzentrieren.Das muss nicht heissen, dass Krieg, Terror etc. ignoiert werden sollten, nur denke ich, dass ein positiv orientierter Mensch eher konstruktive Lösungen findet, destruktive Umstände zu reduzieren, als derjenige, der sich vom „Wahnsinn in dieser Welt“ herunterziehen lässt und depressiv wird. Wer sich nicht in die Politik wagt, kann ja schon mal bei sich selbst anfangen…eine ganz persönliche positive Richtung auf allen Ebenen seiner Lebensbereiche einzuschlagen. Das wirkt sich auch auf die Umwelt positiv aus!

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    1. Franz Mayr

      Kaum ein Mensch mit Verantwortung und arbeitend geht noch „In die Politik“ allenfalls „Zur Politik“ um sein legitimes Bürgerrecht und Verantwortung für Mißstände einzufordernd.

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  6. cleven

    wenn man diesen Artikel auf die Verbrechen innerhalb des deutschen Witschaftssystems und auf den Ausbau und die Stabilisierung der modernen Sklavenhaltung bezieht, wundert es mich nicht, dass allenthalben die Realität ausgeblendet wird… wer könnte so etwas Menschenverachtendes denn auch anders dulden?

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  7. Winfried

    Wieder einmal eine Studie aus dem englischsprachigen Raum. Was wären wir ohne Amerika und England 🙁
    Fakt ist:
    Der Mensch begeistert sich am Leid der anderen mehr als an positiven Dingen. Das hat mit einer angeborenen Schadenfreude zu tun, die es im Übrigen auch in der Tierwelt gibt.
    Daraus entwickelte sich in den Medien das Ergebnis, daß nur schlechte Nachrichten gute Nachrichten sind. Und das überträgt sich halt auf die meisten Individuen – bei uns.
    Oder hat schon jemand mal aufgemerkt, wenn es positive Nachrichten gibt? Bestimmt nicht, oder kaum.
    Wir sollten aufhören uns destruktiv zu orientieren. Besser wäre, wir würden alle zu Machern, die keine Probleme wälzen, sondern Lösungen „machen“.
    Das wird verdammt schwer, weil wir uns dann „bewegen“ müssen.

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  8. Blume

    Sehr geehrter Herr Winfried, Karkosch und andere:

    Hier eine Möglichkeit, sich zu informieren/zu bewegen:

    CCS (Carbon Capture and Storage = Kohlendioxid-Abscheidung und -Speicherung): Internationale Kohle-, Öl- und Gaskonzerne wollen im Namen des Klimaschutzes unter ca. die Hälfte der Fläche der Bundesrepublik CO2 – einschließlich Quecksilber, Blei, Arsen und Dioxine – für 10.000 Jahre „speichern“:

    Auch jede Fracking-Bohrung soll zum CO2-Endlager werden. Am 31.08. ist bundesweiter Anti-Fracking-Tag. Veranstaltungen sind zu finden auf der Seite des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz. Infos zum Fracking http://www.gegen-gasbohren.de

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  9. Markus Schinnerl

    Winfried, der Mensch „begeistert“ sich nur deswegen, weil er sich nicht begeistern muß – an fast allen Verbrechen die er begeht, ist er nur im Kollektiv beteiligt. Das macht es ihm leichter, Ausreden zu finden und sich nicht persönlich zu involvieren. Der Mensch als Individuum liebt den Wohlstand = Glück = Zufriedenheit. Nur leider arbeiten diese Menschen in die falsche Richtung, im Glauben, es sei die Richtige. Zyklischer Konsum, Bedürfnispyramide…

    LG!

    Ich bin in unserer EU Bürgerinitiative STOP dem ÖKOZID in EUROPA. http://www.endecocide.eu

    Wir sind keine weitere Petition. Wir sind die wahre EU Demokratie!
    Wir verleihen GEMEINSAM unserer Erde RECHTE.

    UNTERSCHREIBEN WEITERSAGEN BETEILIGEN!

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