Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen:

In der ersten wird es lächerlich gemacht.

In der zweiten bekämpft und

in der dritten gilt es als selbstverständlich.“

Arthur Schoppenhauer (1788-1860), dt. Philosoph

Anmerkung: Dies gilt uneingeschränkt auch für Neuerungen, neue Entwicklungen bzw. Denkweisen

Der Mensch – das Kraftwerk

Schon früh stellte man fest, dass auch im menschlichen Körper Elektrizität vorherrscht und diese sog. Elektrischen Zellströme sich verändern. Je nach Beanspruchung oder auch Erkrankung und im Alter vermindern diese sich.

Ein sterbender Mensch, der an einem Cardiograph angeschlossen ist, zeigt, dass die elektrischen Ströme ganz erlöschen, wenn das Herz nicht mehr schlägt. Nach der Erkenntnis der menschlichen Elektrizität lag das Bestreben darin, diese elektrischen Kräfte des menschlichen Körpers auch als Heilkräfte nutzbar zu machen. Schließlich klingt es doch logisch, vereinfacht dargestellt, dass – wenn im Falle der Erkrankung sich der Elektrizitätsgehalt der jeweiligen Muskeln oder Organe vermindert – man heilungstechnisch einfach auf künstliche Art und Weise derartige elektrische Kräfte dem Körper wieder zuführt, um quasi den angeschlagenen Akku wieder aufzuladen.

Und so nahm bereits vor mehr als 200 Jahren die Geschichte der Galvanotherapie ihren Lauf.


Geschichte – Urform vieler heutiger Therapien

Es ist geschichtlich als auch wissenschaftlich überliefert, dass bereits in Zeiten des römischen Reiches die in der Natur vorkommenden Elektrizitätsquellen zu Heilzwecken verwendet wurden. Kranke begaben sich beispielsweise bei Lähmungserscheinungen oder Gichterkrankung laut Aufzeichnungen römischer Ärzte in Flussbäder, in denen sich Zitterrochen* befanden.

Auch im 18. Jahrhundert wurden in Deutschland und Frankreich Heilzwecke dieser Art verzeichnet. Jedoch erst nach der Entdeckung des italienischen Naturforschers Galvani in den Jahren 1789 bis 1791, der den ersten prüfbaren Nachweis der elektrischen Ströme lieferte, begann es wirklich Aufsehen zu erregen. Gemeinsam mit dem italienischen Physiker Volta gelang es, den galvanischen Strom erstmals technisch herzustellen.

Von da an, nahm die galvanische Krankheitsbehandlung ihren Lauf und aufgrund fortschreitender Technik und erfolgreicher Heilversuche langsam doch stetig zu, bis letztlich zur modernen Galvano-Therapie, wie sie heute eingesetzt wird.

 * Fischart, die ein elektrisches Organ besitzt, über das die Tiere elektrische Schläge abgeben können.

Hilfe zur Selbsthilfe – die Wirkung der Feinstromtherapie

Unter dem galvanischen Strom versteht man einen „Gleichstrom“. Das heißt, dass dieser Strom immer in eine Richtung fließt und konstant ist. Er harmonisiert mit dem Organismus, da der galvanische Strom der Feinstromtherapie dem körpereigenen entspricht.

Die Wirkungsweise lässt sich dahingehend erklären, dass der Feinstrom die Selbstheilungskräfte ankurbelt, stärkt und die Regeneration des Körpers unterstützt.

Der Körper ist beispielsweise imstande Blockaden wieder zu lösen, Gefäße werden nachhaltig erweitert, der Stoffwechsel optimiert, das Nervensystem angeregt, ja sogar die Wundheilung begünstigt. Letztere antiseptische Wirkung von galvanischen Strömen nutzte bereits Prof. Sauerbruch nach Operationen bei seinen Patienten, um Infektionen der Wunden zu vermeiden und den Heilungsprozess zu beschleunigen. Er gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Chirurgen Anfang des 20. Jahrhunderts.

Langzeittherapeutisch zeigt sich auch eine positive Auswirkung auf den Säure-Basen-Haushalt und auch in der Schmerztherapie wird der galvanische Feinstrom bereits seit längerem sehr erfolgreich eingesetzt.

In einer aktuellen Studie aus dem Jahr 2010 wurde die Gleichstromtherapie erfolgreich zur Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten genutzt. Die Patienten zeigten wesentlich bessere und schnellere Fortschritte hinsichtlich der Wiedererlangung und Übung motorischer Fähigkeiten, als Patienten, die über die konventionellen Therapien rehabilitiert wurden. (Deutsches Ärzteblatt, Artikel „Schlaganfall: Gleichstromtherapie fördert Reha“ 11.11.2010)

Durch den Stromfluss werden zudem Gift- und Schlackstoffe besser ausgeschieden, da auch diese eine eigene Ladung besitzen und somit vom jeweiligen Gegenpol angezogen werden und über den konstanten Stromfluss dem Ausscheidungsprozess wieder zugeführt werden.

Der galvanische Feinstrom kennt kein Hindernis, er wirkt in jeder Körperzelle bis hin zu den Knochen. Bei gezielten Messungen der körpereigenen Elektrizität wurde nachgewiesen, dass an erkrankten und/oder schmerzenden Körperteilen, Organen oder Nerven nur noch geringe bis gar keine bioelektrische Aktivität feststellbar ist. Hier setzt die Galvanotherapie an. Sie führt dem Körper die fehlende „Energie“ zu. Und die Bandbreite der Einsatzgebiete hat praktisch keine Grenzen. Von A wie Abwehrkräfte stärken, über chronische Erkrankungen wie Gelenkleiden und Herzerkrankungen bis hin zu Muskellähmungen, Nervenentzündungen oder Verdauungsproblemen.

Der Feinstrom ist kein „Wundermittel“ oder „Heilmittel“ im eigentlichen Sinne. Er verspricht auch keine Heilaussagen. Es ist ein Hilfsmittel, dessen Vielseitigkeit und Wirkung kaum zu übertreffen ist.

Das Feinstromgerät für den Hausgebrauch ist ein idealer Lebensbegleiter. Wer vom Arzt eine Diagnose bekommt, die einen dann womöglich noch Zeit seines Lebens begleiten soll, ist zunächst sehr niedergeschlagen. Vollbringen dann die klinischen Therapien und die verabreichten Medikamente keine wirkliche Besserung, ist der Patient verzweifelt.

Galvanischer Feinstrom leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Der Körper kann durchaus mehr leisten, als es sich manch einer vorzustellen vermag. Bereits in vielen Fällen – auch von chronischen Erkrankungen – hat sich gezeigt, dass die Anwendung erfolgreich ist und eine unersetzliche Unterstützung darstellt.

Fakt ist, der galvanische Feinstrom ist die Urform heutiger, moderner medizinischer Weiterentwicklungen und Methoden im Bereich der Elektro- und Frequenztherapie und ist eine der umfangreichsten dokumentierten medizinischen Anwendungen im Therapiebereich mit einer Langzeiterfahrung, die seinesgleichen sucht.